László Budapest

Manufaktur - Fertigung in Ungarn

Schuhmacher näht einen rahmengenähten lászló Budapest Herrenschuh in der ungarischen Manufaktur

lászló Budapest fertigt seine rahmengenähten und zwiegenähten Schuhe in einer ungarischen Manufaktur und knüpft damit fertigungstechnisch wie stilistisch an Traditionen des hochentwickelten k.u.k-Schuhmacherhandwerks an.

Bonyhád
Süd-Ungarn
30
Schuhmacher
1 Tag
pro Schuh

Mit angelsächsischen und mediterranen Inspirationen überformt und mit Leder aus besten süddeutschen und italienischen Gerbereien formt lászló Budapest auf diese Weise paneuropäisch geprägte moderne Schuhklassiker mit unverwechselbarer Handschrift. Wir sind stolz darauf, eine Qualität bieten zu können, die von einer über hundertjährigen Expertise profitiert.

Unsere Manufaktur in Bonyhád

Unsere Schuhe entstehen im südungarischen Bonyhád, einer Stadt mit jahrhundertealter Schuhmacher-Tradition im Komitat Tolna. Ungarn gilt seit der Zeit der k.u.k-Monarchie als eines der bedeutendsten Zentren europäischer Schuhmacherkunst – nicht ohne Grund hat der „Budapester" als Schuh-Klassiker bis heute weltweit Bestand. Dieses Erbe leben wir weiter.

In unserer Manufaktur arbeiten 30 erfahrene Schuhmacherinnen und Schuhmacher zusammen an jedem Paar. Jeder Schuh durchläuft dabei zahlreiche Hände – vom Zuschnitt des Oberleders bis zum finalen Polieren. Diese Größe ist bewusst gewählt: groß genug für konstante Qualität, klein genug, dass jeder im Team jedes Paar kennt, das durch seine Hände geht.

Die Kunst alter Maschinen

Auch in Ungarn wird mit Nadel und Faden genäht – und die rahmengenähten Schuhe von lászló Budapest werden hier auf unverwüstlichen alten Goodyear-Nähmaschinen zusammengebaut, die von geschickten Fachkräften mit viel Wissen und Können dirigiert werden.

Der Fertigungsprozess selbst umfasst zahllose Einzelschritte, die sich vereinfacht in zwei Gruppen unterteilen lassen: die Arbeiten am Schaft und die Bodenarbeit.

Schaftarbeiten - Steppen und Zwicken

Nach dem Ausstanzen und Zusammensteppen der – je nach Modell unterschiedlichen – Schaftteile werden an Fußspitze und Ferse zwischen Oberleder und Futter Steifkappen eingelegt. Die so präparierten Schäfte werden sodann über den Leisten (Werkzeug, das den Schuh ausfüllt und ihm die Form gibt) gezogen, auf dem zuvor die Brandsohle befestigt wurde.

Nun werden die Schäfte mit Klammern und Kleber auf dem Leisten fixiert – diesen Vorgang nennt man „zwicken". Anschließend wird der aufgeleistete Schuh in die Bodenmontage weitergereicht.

Bodenmontage - Einstechen und Aufdoppeln

In der Bodenmontage werden die Sohlen (Brandsohle, Laufsohle/Zwischensohle) am aufgeleisteten Schuh befestigt. Dabei wird mit der Goodyear-Einstechmaschine zuerst das Oberleder mit der Brandsohlenlippe und dem Rahmen in der sog. Einstechnaht zusammengenäht. Diese Arbeit verlangt vom Schuhmacher ebenso viel Geschick wie Muskelkraft, um den aufgeleisteten Schuh beim Einstechvorgang sicher zu führen.

Anschließend wird in den Hohlraum über der Brandsohle die Ausballmasse aus Vlies und ein stabilisierendes Gelenkstück eingelegt. Dann wandert der „eingestochene" Schuh weiter zur Doppelmaschine. Hier wird die Laufsohle aufgelegt und mit der Goodyear-Doppelmaschine angenäht – was auch als „andoppeln" oder „aufdoppeln" bezeichnet wird. Nun sind die Bodenbauarbeiten am Schuh abgeschlossen. Nur das Finish fehlt noch.

Wie lange dauert die Herstellung eines Schuhs?

Ein einzelner László Budapest Schuh durchläuft, je nach Modell, rund einen Arbeitstag in den Händen unserer Schuhmacher – und das nur, wenn alle vorbereitenden Schritte (Zuschnitt des Leders, Vorbereitung des Schaftes, Konditionierung der Leisten) bereits abgeschlossen sind. Inklusive aller Trocknungs-, Liege- und Verarbeitungszeiten vergehen vom Lederzuschnitt bis zum versandfertigen Paar mehrere Wochen.

Diese Zeit ist kein Nachteil – sie ist Teil dessen, was einen rahmengenähten Schuh zu dem macht, was er ist. Industrielle Klebebauten entstehen in Minuten und verlassen die Fertigung mit allen Spannungen, die maschinelle Verarbeitung hinterlässt. Ein László darf in jeder Phase ruhen, das Leder darf sich setzen, der Schuh kann sich auf dem Leisten formen. So entsteht Passform und Langlebigkeit, die sich nicht beschleunigen lässt.

Zielgerade und Endkontrolle

Am fertig montierten Schuh werden Sohle und Schnittkante geschliffen, farblich passend gebeizt und anschließend poliert, um sie schmutz- und wasserabweisend zu machen. Nun ist der Schuh fertig – aber noch nicht freigegeben. Jedes Paar wird vor dem Versand in der Endkontrolle geprüft: Symmetrie, Nahtbild, Lederqualität, Kantenfinish, Innenfutter. Was nicht unseren Standards entspricht, wird zurückgewiesen oder nachbearbeitet.

Erst wenn ein Paar die Endkontrolle passiert, wandert es weiter in den Versand – zunächst nach Deutschland, dann an den Point of Sale und zu guter Letzt an die Füße seines neuen Besitzers.

Unser Versprechen

Qualität, die hält

Durch sorgfältige Lieferantenauswahl und strikte Einhaltung hoher Standards stellen wir sicher, dass unsere Schuhe nicht nur durch hervorragende Qualität, sondern auch durch nachhaltige und faire Produktion überzeugen. Von der Rohstoffbeschaffung bis zum fertigen Produkt ist jeder Schritt unseres Produktionsprozesses auf Umweltverträglichkeit und soziale Verantwortung ausgerichtet.

Unsere Partnerunternehmen sind mit Zertifikaten wie dem OEKO-TEX Leather Standard und der Leather Working Group ausgezeichnet.

FAQ

Häufige Fragen zu unserer Manufaktur

Wo werden László Budapest Schuhe gefertigt?

In unserer eigenen Manufaktur im südungarischen Bonyhád. Ungarn blickt auf eine über hundertjährige Schuhmachertradition zurück, die bis in die Zeit der k.u.k-Monarchie reicht. Wir lassen nicht in Asien fertigen – jedes Paar entsteht in Europa, unter Bedingungen, die wir selbst überwachen.

Wie viele Mitarbeiter hat die Manufaktur?

In Bonyhád arbeiten 30 erfahrene Schuhmacherinnen und Schuhmacher. Diese Größe erlaubt uns konstante Qualität bei überschaubaren Stückzahlen – jedes Paar geht durch viele Hände, aber jede Hand kennt jedes Paar.

Wie lange dauert die Herstellung eines László Budapest Schuhs?

Je nach Modell rund einen Arbeitstag reine Schuhmacher-Zeit pro Paar – ohne die vorbereitenden und nachgelagerten Prozessschritte. Vom Lederzuschnitt bis zur Endkontrolle vergehen mehrere Wochen, weil rahmen- und zwiegenähte Schuhe Zeit zum Ruhen brauchen, damit sich das Leder setzen kann.

Was ist der Unterschied zwischen rahmengenäht und geklebt?

Bei einem geklebten Schuh wird die Sohle mit dem Schaft verklebt – schnell, günstig, aber nicht reparierbar und meist nach zwei bis drei Saisons unbrauchbar. Ein rahmengenähter Schuh wird mit einem Lederrahmen am Schaft vernäht; die Sohle ist auf diesen Rahmen aufgedoppelt. Dieses Konstruktionsprinzip macht den Schuh formstabil, atmungsaktiv und mehrfach neu besohlbar. Mehr dazu auf unserer Seite zu den Macharten.

Kann ich László Budapest Schuhe reparieren lassen?

Ja, in unserer eigenen Werkstatt. Wir besohlen Ihre Schuhe neu, ersetzen Absätze und führen Generalüberholungen mit Original-Materialien durch. Details und das Auftragsformular finden Sie auf unserer Seite Werkstatt.

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